Hispano Suiza HS-51 Y12

der unbekannter 12 Zylinder

Hispano-Suiza, ist ebenso einer der berühmten Namen in der Flugzeuggeschichte, nur nicht ganz so bekannt.

Der Gesellschaftsnamen setzt sich aus den Ländernamen Spanien und Schweiz zusammen. Das Gründungsdatum war 1904, Hauptgeschäftszweck die Produktion von Automobilen. Der Sitz der Unternehmung war in Barcelona.

Erst 10 Jahre später kam der Geschäftszweig Flugmotoren hinzu. Der 8Zylinder Hispano-Suiza 8 galt als herausragende Konstruktion und wurde u.a. in der französischen SPAD verbaut. Als Besonderheit besaß der Motor eine oben liegende Nockenwelle (OHC). Über 50.000 Einheiten des 8-Zylinders wurden produziert, eine gewaltige Anzahl. Im Rahmen der Kooperation beim Bau der SPAD stieg Hispano-Suiza auch in das Metier der Maschinenwaffen ein. Wie zu der Zeit üblich feuerten die Hispano-Kanonen mit eigens entwickeltem Unterbrechergetriebe durch den Propellerkreis, später durch die hohle Propellerwelle.

In der Zeit des ersten Weltkrieges entstand auch das berühmte Firmensignet des "Fliegenden Storches". Das Firmenwappen ist an das Staffelwappen des berühmten Jagdfliegers Guynemer angelehnt, welcher mit der SPAD seine Erfolge feierte. Übrigens eine interessante Parallele zum italienischen Automobilfabrikanten Ferrari. Auch hier war ein Geschwaderwappen Auslöser für das Firmensignet "Cavallino Rampante".

1924 lief der erste 12-Zylinder Flugmotor, der Y12GB mit rund 600PS. Man hat sich in Anlehnung an den Napier Lion für die Y-Anordnung entschieden, die drei Zylinderbänke sind aus einem Stück Aluminiumlegierung gegossen, das Kurbelgehäuse ist horizontal geteilt. Von der G-Baureihe wurden ca. 300 Stück produziert. Da der Y-Motor fertigungstechnisch sehr aufwändig war, entschied man sich zur klassischen V-Motoren-Lösung, dieser hiess HS-12H. Bereits der HS-12Y verfügte über die HS-404 Maschinenkanone die durch die Propellerwelle feuerte.

Der HS-51 12Y ist mit 36 Litern Hubraum das größte und stärkste Hispano-Suiza Aggregat und erreichte mit Kompressoraufladung versehen bis zu 1.500PS. Verbaut wurden diese großvolumigen Motoren unter anderem in den bekannten Hispano Aviacion Buchon (ein spanischer Messerschmitt Lizenzbau), in der Morane MS.406, Dewoitine D.520 und auch die Schweizer Eigenkonstruktion EKW C.36.

Interessant bei dem 12Y ist auch, dass dieses Aggregat in der Sowjetunion bei Klimov als Klimov M-100 unter Lizenz gefertigt wurde. Der Klimov M-100 fand u.a. Verwendung im berühmten T-34 Panzer, der M-105 wurde in die nicht minder bekannten Jagdflugzeuge von Yakovlev verbaut, so die Yak-1, Yak-3 und Yak-9.

Der hier vorgestellte HS-51 12Y ist das Ersatzaggregat für die MeierMotors befindliche EKW C.36. Hubraum 36 Liter, 60Grad V-Winkel, ca. 1.000PS

Für mich einer der schönsten V-12 überhaupt.

Hispano Suiza HS-51 Y12

 

 

interessante Vergleiche mit dem Klimov-Motor, welcher eigentlich eine Allison-"Kopie" ist. Man kann sehr gut die Parallelen zum älteren Hispano erkennen

Klimov 2012-11-161 Klimov 2012-11-162 Klimov 2012-11-163

Klimov 2012-11-164 Klimov 2012-11-165

 

 

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