Fieseler Fi103 Reichenberg

Typbeschreibung aus Wikipedia entnommen :

Reichenberg war die Tarnbezeichnung für eine bemannte Fieseler Fi 103-Version, die im Zuge dieser Entwicklung im Zweiten Weltkrieg gebaut wurde. Sie wurde auch als V4 bezeichnet und war eine als Kamikaze-Waffe modifizierte V1. Auch die Japaner griffen dieses Prinzip auf und stellten die Yokosuka MXY-7 her.

Das Reichenberg-Gerät mit der Rüstsatzkennnummer Fieseler Fi 103 auch V1 genannt, war ein Versuchsflugzeug zur Erprobung der Tauglichkeit der Konstruktion und der Aerodynamik. Die Maschine wurde zu Schulungszwecken sogar in einer doppelsitzigen Version gebaut und benutzt. Insgesamt wurden rund 175 modifizierte V1 hergestellt, die meisten bei der Luftmunitionsanstalt Neu Tramm.

Es gab ernste Anstrengungen, das Reichenberg-Gerät als Kamikaze-Waffe zu benutzen. Dazu wurde die Militäroperation Selbstopfer ins Leben gerufen. Die Selbstaufopferungspiloten wurden dem Kampfgeschwader 200 unterstellt. Diese Organisation kam jedoch nach der Intervention des Geschwaderkommandeurs Werner Baumbach bei Hitler nicht mehr zum Einsatz. Zum angeblich geplanten Einsatz gegen die alliierten Bomberverbände kam es nie – die hätte die Maschine aufgrund mangelnder Flugleistungen nie gefährden können.

Eines der wenigen erhaltenen Exemplare ist im Museum La Coupole in Helfaut-Wizernes, Département Pas-de-Calais in Nordfrankreich, als Leihgabe der Stadt Antwerpen ausgestellt. Ein weiteres Exemplar befindet sich seit 2015 im Schweizerischen Militärmuseum Full.

Ich hatte die Möglichkeit das Reichenberg-Gerät, zumindest das Rumpfwerk, bei MeierMotors zu besichtigen. Diese Teilrestauration gehört zur Sammlung der "Fighter Factory" Virginia und machte einen Zwischenstopp in der Werft

 

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