Fokker DVII

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Die Fokker DVII war eines der bedeutensten Jagdflugzeuge aus dem Ersten Weltkrieg. Konstruiert wurde der Doppeldecker bei der Fokker Aeroplan GmbH in Schwerin.Im Spätjahr 1917 hatte die Luftwaffe die Luftüberlegenheit längst an die Alliierten Fliegertruppen verloren. Die modernen Muster wie SPAD und SE5A waren schlicht überlegen. Wie üblich lobte das Kaiserreich einen Wettbewerb für ein neues Jagdflugzeug aus. Fokker beteiligte sich an dem Wettbewerb mit dem Prototyp V.11 (später D.VII). bahnbrechend war die Konstruktion nicht. Ein solider Doppeldecker mit den üblichen Verstrebungen (aber ohne Spannseile), einem wassergekühlten Reihenmotor und starren Fahrwerk. Die Bewaffnung waren die üblichen MG08/15, welche synchronisiert durch den Propellerkreis schossen. Der Rumpf wie die Leitwerke waren aus Stahlrohr mit Stoff bespannt, der Flügel in bespannter Holzbauweise. Fokker gewann das Vergleichsfliegen im Januar 1918 bei Berlin-Adlerhorst und erhielt sofort einen Bauauftrag über 400 Flugzeuge. Da dies beim besten Willen durch Fokker alleine nicht zu leisten war, wurde auf geheiss der IdFlieg (Inspekteur der Flieger) der Konkurrent Albatros als Lizenznehmer beauftragt. Am Ende wurden rund dreitausend Fokker D.VII erstellt, der Großteil davon bei Albatros in Berlin-Johannisthal und den Ostdeutschen Albatroswerken (OAW). Fokker in Schwerin produzierte rund 1.000 Flugzeuge dieses Typs. Motorisiert waren die Jäger mit Mercedes D.III und BWW IIa-Höhenmotoren. 

Die D.VII galt als leicht zu fliegen. Dadurch konnten auch mittelprächtige Piloten beachtliche Erfolge mit diesem Flugzeug erzielen. Das Flugzeug hatte erst sehr spät einen Strömungsabriss an den Flächen, dadurch konnte man das Flugzeug "an den Propeller hängen" und den Gegner auch von unten beschiessen. Eine ganz neue Taktik die für große Verwirrung bei den Alliierten sorgte. Ernst Udet flog die D.VII sehr gerne, gilt er auch als der erfolgreichste D.VII Pilot. Mit Erscheinen von stärkeren alliierten Flugzeugen schmolz der Vorteil der D.VII aber wieder schnell. Im September 1918 waren bei 48 Jastas (Jagdstaffel) rund 800 Fokker D.VII im Einsatz, etwas über 1.000 Fokker D.VII wurden nach dem Waffenstillstand gezählt. Dank der erwähnten sehr guten Steigfähigkeit und auch der guten Manöverierfähigkeit, war die D.VII sehr gefürchtet. Dies ging sogar soweit, dass nach Ende des Krieges die Alliierten die Herausgabe aller D.VII zur Weiterverwendung oder Verschrottung verlangten.Dies wurde in den waffenstillstandsvereinbarungen von Compiègne dezidiert erwähnt.

Die meisten der übergebenen Flugzeuge wurden in die USA verbracht, einige wenige in die Schweiz (ca. 9 Stück). Die D.VII wurden in den USA recht gerne als Trainingsflugzeuge geflogen. Interessantes Detail am Rande: Fokker verlegte unmittelbar nach Kriegsende die Geschäfte in die Niederlande. Im Umzugsgepäck waren Teile für über hundert D.VII, sowie über 300 Flugmotoren. In den Niederlanden wurde die D.VII dann für diverse Luftstreitkräfte weitergebaut. Selbst die Schweiz bestellte noch 1928 (!) acht fabrikneue Flugzeuge. In den Niederlanden wurden die D.VII bis ins Jahr 1931 aktiv geflogen. Eine erstaunliche Karriere.  

Im Rahmen meines Fokker D.VII Projektes wurden mir einige Bildersätze der D.VII welche in Deutschland beiheimatet sind zur Verfügung gestellt. Diese Bilder möchte ich natürlich dem Besucher und Modellbauer nicht vorenthalten. Der Satz "Oberschleissheim" wurde von Dieter zur Verfügung gestellt. Die Oberschleissheimer D.VII unterscheidet sich dennoch erheblich von der für die Fliegertruppen gebaute Version. Basis für diese D.VII ist eine niedrländische Marineversion gewesen.

Die D.VII aus Gatow indes ist ein kompletter Nachbau. leider weiss ich nicht mehr wer mir die Bilder zur Verfügung gestellt hat

 

Fokker D.VII Oberschleissheim

 

Fokker D.VII Gatow

 

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