Chance Vought Corsair Quantico

 

Als bekennender Corsair-fan war ich natürlich über diesen Auftrag hoch erfreut. Mein Vereinskamerad Michel Grandpair ist auch vom "Corsair-Virus" infiziert und hat nach einer 2 Meter spannenden Voll-Gfk-Corsair die 254cm spannende Kranz-Corsair zugelegt. Dieses recht große Modell wird mit einem 150er Moki Sternmotor befeuert.

Werner Kranz war ein deutscher Hersteller von Warbirds aller Typen. Leider hat Werner Kranz altersbedingt die Firma aufgegeben. Die Formen wurden verkauft und sind nun über das ganze Land verstreut. Eine der herausragenden Konstruktionen war besagte Corsair. Das Modell gibt es in der frühen und späten Ausführung. Michel´s Corsair stammt aus einer frühen Serie, ist also mit Styro-Abachi-sandwich-Flächen ausgestattet, die späteren Versionen waren aus Voll-GFK.

Michel wollte ein besondere Lackierung und nicht das übliche Einheitsblau "glossy sea blue". Hell und gut sichtbar sollte sie sein. Viel Auswahl gibt es da nicht und so fiel die Wahl auf die recht bekannte und gut dokumentierte Quantico-Corsair. Zwar passt die Baureihe der Quantico-Corsair (AU-1) nicht exakt zum Modell, aber hier zählte schlicht der look und der ist wirklich atemberaubend. Für mich zählen die Quantico-Corsairs zu den schönsten Corsairs überhaupt. Ein schöner Auftrag.

Au-1 411 Quantico 1

Wie erwähnt, hat dieses Modell beglaste Holzflächen. Michel hat diese bereits feingespachtelt und grundiert. Da naturgemäß diese Art von Flügeln ohne sichtbare Struktur sind, war hier etwas Nacharbeit erforderlich. So wurden (geplottete) Niete gesetzt und die Panellines mit dünnem Linierband nachempfunden. Prominente Wartungs- und Handlochdeckel wurden aus dünnem Lithoblech nachempfunden. Danach leicht grundieren und mit dem preshading etwas Leben einhauchen.

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Hier ist das preshading sehr gut zu erkennen. Nach diesem "Vorschattieren" erhält das Werkstück eine leichten Farbüberzug. Durch die Deckfarbe schimmert im Nachgang ganz leicht das preshading durch. Dies macht die Lackierung "lebendiger". Ist der Lackauftrag zu stark deckend ist der Effekt aber dahin. 

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Der erste leichte Überzug mit "seidenmatt-weiss"

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Nach dem Ablüften der ersten hauchdünnen Lackschicht wird die Deckschicht aufgetragen.

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Detailierung der großen Landeklappen. Recht viel Arbeit, aber der Effekt entlohnt für die Kleinarbeit

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Das hellgrau "gull grey" für die Oberseiten und der erste Anstrich der Aussenflügel

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Die großen Nationalitätsabzeichen und Schriftzüge kann man mit Aufklebern machen, sollte man aber nicht. Es ist authentischer wenn man die Schriftzüge und Insgnien auflackiert. Hierzu bedarf es aber sehr guter Lackierschablonen. Es gibt diese unter anderem auch bei meinem Modellbaupartner www.Bastian-Modellbauservice.de . Dort werden die Schablonen auf Maß nach Vorbild/Zeichnung geplottet.

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Die sogenannten "stars&bars" sind recht aufwendige Lackierschablonen. Bei der 57er Corsair sind die Markierungen 3-farbig

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Die kleineren Wartungshinweise (stencils) lassen sich eher nicht lackieren. Hier sind eigens dafür gedruckte Wasserschiebebilder (decals) geeignet. Mein Freund und Flügelmann Richard "Viper" Friedrich hat diese anhand meiner Dateien eigens für dieses Modell hergestellt. Danke dafür Richy !

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Die Lackierschablone wird exakt ausgerichtet plaziert und zuerst leicht eingenebelt. Dieser Nebel verhindert ein eventuelles Unterlaufen der Farben sehr zuverlässig. Das der "Marines"-Schriftzug im Original unterbrochen ist, habe ich dies mit feinem Linierband nachempfunden. Nach dem der "Nebel" angezogen ist, sofort nass-in-nass den Abschluss satt lackieren. Hier sollte man zügig arbeiten um Schattenbildungen zu verhindern 

 

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Die Lackierschablone sollte man sofort nach dem Lackieren wieder entfernen. Dass hier größte Vorsicht geboten ist, ist wegen der noch nassen Farbe klar. Ein Patzer an dieser Ecke und der Spaß beginnt von vorne. Das Ergebnis überzeugt

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Ein ähnliches Procedere bei den Stars&Bars. Die Schwierigkeit ist hier das Ausrichten der Schablone. Man hat leider nur einen Versuch.

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Fertig. Ja, der Aufwand ist hoch, das Ergebnis aber wie es sein soll. Die Formationlights sind decals und somit nicht lackiert

 

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Das Aufbringen der Decals ist eigentlich nicht schwierig, sondern eher Fleissarbeit. Da die Decals aber sehr dünn sind sollte man sehr vorsichtig arbeiten sonst reissen die hauchdünnen Filme. Vorteilhaft ist hier ein Weichmacher, oder Applikationsflüssigkeiten wie Microsol und Microset.

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Weiter geht es mit der "center-section" und den Steuerflächen

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An einem Stück

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Details und Abschluss der Stars&Bars Lackierung

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Seitenruder und immer wieder Stencilwork

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Schablonierung der Seriennummer auf den Fahrwerksklappen

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Und erste Weatheringarbeiten an der Tragflächenunterseite

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Die Tragflächenoberseite bekommt auch eine "Behandlung"

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Finale, ein leichter Seidenmatt-Klarlacküberzug schützt das Weathering und die Decals

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